Montabaur
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August / September 2015

Nach der Diabetes-Diagnose – Warum gerade das erste Jahr zählt

Apotheker Dr. Rainer Laux

Liebe Kundinnen,
liebe Kunden,

dass zu viel Zucker krank machen kann, das hat inzwischen wohl jeder schon einmal gehört oder gelesen. „Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen sind bekannte Folgen eines hohen Zuckerverzehrs“, zitiert die Ärzte Zeitung Professor Baptist Gallwitz, den Präsidenten der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Aber die Lust auf Süßes steckt uns in den Genen, und die meisten Menschen lieben Süßes. 90 Gramm Zucker verspeist jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Tag, das entspricht etwa drei gehäuften Esslöffeln oder 30 Würfelchen Zucker. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Erwachsenen jedoch, maximal 50 Gramm Zucker täglich, Kinder sollten es nur auf 25 Gramm bringen.

Für uns Verbraucher ist es nicht immer leicht, das süße „Gift“ zu erkennen – denn Zucker begegnet uns in zahllosen industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Und versteckt sich dort oft hinter klangvollen Namen wie Saccharose, Glucose, Fructose, Raffi nose, Dextrose, Maltodextrin, Fruchtextrakt und vielen anderen.

Gesundheitsexperten fordern deshalb eine nationale Strategie zur Senkung des Zuckerkonsums, etwa nach dem Vorbild Großbritanniens, das mit einer Kampagne gegen zu hohen Salzverbrauch bereits Erfolge verbuchen konnte und nach dem gleichen Prinzip nun auch gegen Süßes mobil macht. Aufklärung und Schulungen der Verbraucher spielen eine wichtige Rolle, ebenso aber eine bessere Kennzeichnung von Produkten durch die Industrie: „Damit für die Verbraucher die gesunde Wahl auch zur einfacheren Wahl wird“, sagt Gallwitz.

Bleiben Sie gesund, wünscht Ihnen

Ihr Apotheker Dr. Rainer Laux